REBUILT Kurse für Pfarrgemeinden

Kirchengemeinden sehen sich mit massiven Veränderungen konfrontiert. Die gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklungen führen trotz vieler Bemühungen oft zu Rückgängen. Viele Engagierte reiben sich auf zwischen einem ständigen „Zuviel“ an Arbeit und einem kontinuierlichen „Weniger“ an Zuspruch und Relevanz. Diese Phänomene betreffen fast alle Kirchen in der westlichen Welt. Es gibt jedoch inspirierende Beispiele von Gemeinden, die gegen den Trend wieder wachsen. Von diesen kann man die Prinzipien und Qualitäten lernen, an denen es liegt, ob Wachstum gelingt. Wachstum im biblischen Sinne meint neues Leben. Das zeigt sich an Früchten des Geistes, durch die diese Welt menschlicher wird. Menschen erleben, was sie in der Begegnung mit Jesus Christus erfahren haben: Sie lernen neu sehen, können sich aufrichten, werden befreit aus Zwängen und Ängsten und leben Nachfolge im Dienst am Nächsten.

Neu entwickelt: der REBUILT Kurs

Bei einem Rebuiltkurs schließen sich Pfarrgemeinden zu einem dreijährigen Prozess der Erneuerung zusammen. In zehn gemeinsamen Treffen – Werkstätten genannt – lernen sie die entscheidenden Wachstumsfaktoren kennen und wenden diese auf ihren Kontext an. Verantwortlich ist ein von der Pfarrgemeinde beauftragtes Innovationsteam. Professionelles externes Coaching unterstützt die Umsetzung in den Alltag.

Im Rahmen der aktuellen Umstrukturierungen kann der REBUILT Kurs auch beitragen, dass Pfarrverbände oder Seelsorgeräume lebendiger und attraktiver werden. Es kann Sinn machen, dass eine große neue Einheit einen eigenen Rebuiltkurs absolviert.

Durch kreative Präsenz an alten und neuen Orten werden Menschen aller Milieus angesprochen und zur aktiven Beteiligung motiviert. Das alles ist nicht leicht, es gibt auch keine Garantie für Erfolg, v.a. muss man mit Überraschungen rechnen – es kann ganz anders kommen, als man zuerst denkt, wenn man dem Wirken des Heiligen Geistes Raum gibt.

Lassen Sie sich inspirieren! Pastoralinnovation bündelt Erfahrungen wachsender Kirchen und pastoraltheologischer Forschung, verantwortet damit die inhaltliche und methodische Gestaltung der Werkstätten, stellt Unterlagen zur Verfügung und unterstützt die Innovationsteams bei offenen Fragen.

Der Name REBUILT leitet sich aus den Büchern der katholischen Pfarre „Church of the Nativity“ bei Baltimore ab. Diese Pfarrgemeinde ist einen bemerkenswerten und wirkungsvollen Weg der Erneuerung gegangen. Der Austausch und die Aufbereitung ihrer Erkenntnisse auf die Kontexte der deutschsprachigen Welt ist einer der Früchte der Partnerschaft zwischen Nativity und Pastoralinnovation. Sie bilden eine wesentliche Inspirationsquelle für die Rebuiltkurse.

Inhalte:

  • Analyse der aktuellen Situation der Pfarrgemeinde, des Pfarrverbandes oder der Seelsorgeeinheit
  • Vom ständigen Zuviel zu neuer Fokussierung auf eine missionarische Kirche
  • Verbindung von zugkräftiger Vision mit effizienter Strategie
  • Phasen der Erneuerung und ihre Steuerung
  • Relevante Prinzipien und Qualitäten für neues Wachstum
  • Kreative Spannung von Tradition und Innovation
  • Entdeckung neuer Orte und Einbeziehung neuer Zielgruppen
  • Theologische Fundierung und geistliches Fundament

Voraussetzungen:

  • Die Pfarrgemeinde entscheidet sich im Pfarrgemeinderat oder einem vergleichbaren Gremium für die Teilnahme
  • Ein Innovationsteam von 5-8 Personen wird beauftragt, als Vertretung der Pfarrgemeinde am Rebuiltkurs teilzunehmen und alle entsprechenden Maßnahmen in Kommunikation mit allen Beteiligten zu verantworten
  • Für die Leitung dieses innovationsteams wird ein Leiter bzw. eine Leiterin bestellt und mit den notwendigen Kompetenzen und Zeitressourcen ausgestattet
  • Da im Rebuiltkurs konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, wird für deren Umsetzung ein Kostenrahmen beschlossen und bereitgestellt
  • Die Pfarrgemeinde sollte sich weder in einem akuten Konflikt noch in einer grundlegenden Veränderung befinden.

Arbeitsweise:

Geburtvorbereitungskurs: Wie alle Aktivitäten von Pastoralinnovation versteht sich auch der Rebuiltkurs als bevollmächtigende Begleitung von Pfarrgemeinden. Gehen Sie mit der Vision schwanger, wieder so lebendig und lebensnah zu werden, dass viele Menschen sich anschließen und lebendige Glieder am Leib Christi werden?

Wir vertrauen darauf, dass Gott bereits vor Ort am Werk ist, dass alles, was für neues Wachstum und heilvolle Früchte gebraucht wird, bereits in den teilnehmenden Pfarrgemeinden und ihren Menschen schlummert.

Die Innovationsteams sind die Träger des Erneuerungsprozesses. Sie wollen, dass neues Leben das Licht der Welt erblickt. Sie nutzen die Werkstätten maximal für ihre Fragen, ihre Suchprozesse, ihre Experimente. Sie lassen sich inspirieren und ermutigen sich gegenseitig zu kreativen Wagnissen, auch auf die Gefahr hin, dass sich das eine oder andere als Sackgasse erweist, auf Widerstände stößt oder einfach nicht funktioniert. Sie können über Fehler lachen, über Gescheitertes weinen und einfach nach jedem Fallen wieder aufstehen. Sie lernen das Gehen durch Gehen.

Buchungsvarianten, Stand Juni 2017

1. Durch einen Träger wie eine Diözese, eine Landeskirche oder ein Dekanat etc.: 

Der Träger kümmert sich um die Ausschreibung und Auswahl der teilnehmenden Pfarrgemeinden, die administrative Abwicklung und Kostenaufteilung sowie das begleitende Coaching. Pastoralinnovation verantwortet die gemeinsamen inhaltlichen Treffen, stellt alle Unterlagen zur Verfügung und steht der Kontaktperson des Trägers beratend zur Seite.

Kosten: 24.000€ pro Jahr inkl. MwSt.

2. Buchung durch einzelne Pfarrgemeinden, Pfarrverbände, Seelsorgeeinheiten:

Pastoralinnovation organisiert darüber hinaus auch eigene Kurse, die in der Regel zu Jahresbeginn starten. An diesem Kurs können einzelne Gemeinden teilnehmen. Der Kurs kommt bei einer Mindestzahl von acht Gemeinden aus einer Region mit zumutbaren Entfernungen zustande. Ökumenische Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht! Die Orte für die gemeinsamen Treffen werden im Blick auf kurze Anfahrtswege organisiert.

Eröffnungsangebot bis Ende 2017: 1€ pro Gemeindemitglied und Jahr

Referenzprojekte:

Aktuell finden in der Diözese Graz-Seckau („Pilotpfarren“) und in der Erzdiözese Salzburg („Netzwerk Neues Wachstum“) vergleichbare Kurse bereits statt. Diese wurden evaluiert und so weiter qualifiziert, dass sie als REBUILT Kurse seit Juni 2017 breiter im deutschsprachigen Raum angeboten werden.

 

 

Für einzelne pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen empfehlen wir unsere Innovationskurse. Diese dauern ein Jahr und helfen, aus einer konkreten innovativen Idee eine erfolgreiche Umsetzung zu machen.

Nähere Infos:

Innovationskurse

Tipp: Website Pfarrseelsorge neu gedacht – von P. Thomas Gögele

„Als mir ein guter Freund das Buch Rebuilt von Fr. Michael White und Tom Corcoran empfahl, war ich davon so begeistert, dass ich meine Freude darüber gleich irgendwie teilen wollte. Schließlich bin ich selbst Seelsorger einer Pfarre in Oberösterreich, und mir sind viele der angesprochenen Themen nicht unbekannt! Das Buch Rebuilt ist mittlerweile auf Deutsch übersetzt, und beim Vertriebspartner Ezechiel zu beziehen. Hier, in diesem Blog werden die Online Book Resources übersetzt, die als praktische Handreiche zu verstehen sind. Wenn ihr Anmerkungen oder Korrekturen habt, schreibt mir bitte. Möge der Heilige Geist Gottes durch dieses Buch viele Menschen ermutigen, selbst aktiv in der Erneuerung der katholischen Pfarren aktiv zu werden!“