Grundlegende Fragestellungen

Der Geist es, der lebendig macht (Johannes 6,63)

Wie kann dem Hl. Geist als Innovator heute „ein Landeplatz bereitet“ werden?

Und zwar nicht nur dort, wo High Performer tätig sind oder außergewöhnliche Umstände herrschen, sondern in ganz normalen Durchschnittspfarren, Bewegungen oder Einrichtungen mit ganz normalen Menschen?

Wie muss Kirche organisiert werden, damit sie erfolgreich ist – oder biblisch formuliert „Früchte bringt“, ob eine pfarrliche Jugendgruppe, eine Ordenseinrichtung, eine Diözese oder eine neue Sozialform?

Wie muss Kirche organisiert werden, damit sie als EIN LEIB mit vielen unterschiedlichen Gliedern (vgl. 1 Korinther 12,12ff) fit für die heutigen Anforderungen ist? Wie kann dabei jedes einzelne Glied wertgeschätzt und zugleich relativiert werden?

Wie oft hört man: „Wenn wir nur einen tollen Pfarrer, Bischof, Papst hätten, dann ginge es uns als Kirche wieder besser.“ Ja und Nein. Denn wie „toll“ ein Pfarrer oder eine andere Führungskraft wirklich war, zeigt sich, wenn das jeweilige System auch nach seinem Ausscheiden gestärkt und selbstbewusst weiterwirkt – wenn also der ganze Leib eine „lernende Organisation“ geworden ist.

Wie muss in der Kirche Führung und Leitung ausgeübt werden, damit Menschen gerne und begeistert ihre Talente und Fähigkeiten einbringen, ob ehren- oder hauptamtlich, als Frau oder Mann, als Suchender oder Überzeugter?

Wie können innovative Ansätze pastoraler Arbeit aussehen, die Menschen unterschiedlichster Einstellungen, Milieus und Kulturen für die Botschaft Jesu interessieren und begeistern? Gott sei Dank gewinnt diese Frage derzeit an Dynamik, enorm angezündet durch Papst Franziskus, aber auch durch zunehmenden Leidensdruck an vielen Ecken und Enden der Kirche. Immer mehr kirchlich Verantwortliche erkennen, dass „es so nicht weitergehen kann“ und innerhalb der derzeitigen Rahmenbedingungen enormes Innovationspotenzial brach liegt.

Tradition oder Kirchenrecht dürfen nicht als Ausrede dienen, sondern es gilt, Spielräume wahrzunehmen und kreativ zu nutzen.