Spielräume für Innovation

Aktiv in der Kirche zu arbeiten, ein Teil dieser großen, vielfältigen Gemeinschaft und Organisation zu sein, ist eine zentrale und prägende Lebenserfahrung mit wachsender Faszination.

In gleicher Weise ist für mich bestimmend, ein Teil der heutigen Welt und globalisierten Gesellschaft zu sein, ihre oft rasanten, schwer durchschaubaren Entwicklungen am eigenen Leib zu verspüren und als interessierter Zeitgenosse mitzuverfolgen und zu reflektieren.

Vertieft und geweitet wurden diese Fragen und Erfahrungen durch das Kennenlernen von verschiedenen Erneuerungsbewegungen, durch viele „low-budget“ Reisen und längere Auslandsaufenthalte verbunden mit Erfahrungen in anderen Kirchen, durch das Theologiestudium und durch meine bisherige Laufbahn als ehren- und hauptamtlicher Mitarbeiter in verschiedenen Bereichen der Diözese Graz-Seckau.

So konnte ich die Pluralität und Komplexität von Kirche intensiv erfahren (vgl. biografische Notizen).

Immer wieder nahm ich deutlich mehr Gestaltungsspielräume wahr als oft behauptet wird. Dieses Wahrnehmen verstehe ich in doppeltem Sinne: Ich sah Grenzen und Spielräume und nutzte sie intensiv, um Neues zu entwickeln und umzusetzen – dies immer in intensivem Kontakt mit der Leitung und unter der Devise „Betroffene zu Beteiligten machen“. Es steckt so viel in jedem einzelnen – diese Talente gilt es zu fördern.

Meine Erfahrungen ermutigen mich, an die Innovationskraft des Hl. Geistes in Kirche und Welt zu glauben. „Ich glaube. Es wird gut.“ – das ist ein persönliches Bekenntnis, wenn es um Pastoral-Innovation geht.