Washington/Baltimore – 3.-11.11.2016

From ideas to implementation to impact!“

  • Nächster Termin:  3.-11. November 2016
  • Beginn des Seminars in Baltimore am 4.11. um 9.00 Uhr, Ende am 10.11. zu Mittag
  • Anmeldungen unter kontakt@pastoralinnovation.at
  • 8-tägiges Seminar, buchbar für Gruppen und einzelne Interessierte.
  • In Kooperation mit den Partnern von PASTORALINNOVATION können individuelle Themen und Programmwünsche berücksichtigt werden.

„Dear Austrian friends, it was wonderful to meet each of you! We so enjoyed your company and we were very honored to have you as our guests and to know that we travel together as pilgrims in faith. I hope that you felt that your time here was beneficial. All of the people whom you encountered learned something by that fact, while we, in turn, hope that you, too, learned something that will be helpful to each of you in your various life and vocational circumstances. Please know that your presence here was a very special honor and blessing to all whom you encountered.“

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Prof. Bill Dinges (2.v.r.), Catholic University of America, Partner von PASTORALINNOVATION vor Ort, nach den beiden Seminaren 2105

 

Ziele:

Kern dieses Seminars ist das Erleben inspirierender Kirchen und die Begegnung mit erfolgreichen Innovatoren. Gemeinsame Reflexion und Innovationsworkshops tragen dazu bei, die Eindrücke und Impulse in konkrete Maßnahmen im je eigenen Wirkungsbereich zu gießen (Kontextualisierung).  Die TeilnehmerInnen benennen im Vorfeld ihre spezifische Interessen und Fragen. Diese werden in der konkreten Seminargestaltung berücksichtigt.  Durchschnittliche Englischkenntnisse sind ausreichend. Im Bedarfsfall wird ins Deutsche übersetzt.

Zielgruppen:
* Führungskräfte in kirchlichen Organisationen
* Theologische Forscherinnen

Teilnehmerzahl: 8-15

Eckdaten zum Programm:

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Das Seminar kostet 1950 €

  • Der endgültige Preis hängt von der TN-Zahl und der Wahl der Unterkunft ab – evtl. ist das Mitleben in Familien der Pfarre Nativity möglich, das würde den Preis etwas reduzieren
  • Bei Finanzierungsproblemen gibt es die Möglichkeit individueller unterstützender Beratung.

Im Preis sind enthalten:

  • Unterkunft auf Basis Doppelzimmer mit Frühstück in Mittelklasseniveau (Einzelzimmerzuschlag 400€)
  • lokale Transporte
  • Besuchsprogramm
  • Kursorganisation inkl. Workshops sowie Vorbereitung und Unterlagen
  • Das Quartier wird so gewählt, dass ein gemeinsamer Tagesrahmen, Reflexionsgespräche und Workshops für Impact möglich sind.

Neben dem pastoralen Programm gibt es auch freie Zeiten, die je nach Interesse eigenständig für die vielen touristischen und kulturellen Angebote in der Region genutzt werden können.

Den Flug kostet erfahrungsgemäß zwischen 500 und 800 € und wird von den TN selber organisiert Frühere An- oder spätere Abreise sind also selbstverständlich möglich.

Voraussetzung ist ein Wechselkurs von 1 Euro > 1,10 Dollar.

 

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Wachstum ist möglich und erlernbar:

Die Church of the Nativity verdreifachte ihren Sonntagsbesuch. Freiwilliges Engagement und Spenden haben sich vervielfacht. Fokus sind Kirchenfremde. Ziel ist eine „church that matters“!

 

 

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Das wegweisende Buch „Rebuilt“ beschreibt den Weg von NATIVITY zu neuem Wachstum. Es wurde bei PfinXten 2016 auf Deutsch herausgebracht.

Bestellungen unter office@ezechiel.at

Hier finden Sie die grundlegenden Vorträge von Father Michael White beim Innovations-Forum PfinXten 2015 und auf der MATTER-Conference in Baltimore im November 2015.

 

Warum in die USA, wenn es um Innovation in der Kirche geht?

„Strategisch war es am wichtigsten, intensiv von bereits wachsenden Kirchen zu lernen.“  (Father Michael White – Catholic Church of the Nativity, key-note Speaker beim Innovationsforum PfinXten)

Es gibt viele Gründe, warum ein Austausch mit Kirchen in den USA und im Besonderen mit der katholischen Kirche eine unvergleichliche Lernerfahrung für alle sein kann, die innovative pastorale Akzente entwickeln wollen. Es gibt aber auch kaum ein Land, das so widersprüchliche Reaktionen hervorruft wie „America“, wie viele Bewohner ihre Heimat stolz nennen. Gerade diese Kontraste und Paradoxien erzeugen ein spannungsgeladenes Panorama für die Frage: Wie können Kirchen innovativ sein?

Vgl. dazu den Artikel „Kirchen in der Westwindzone“ in der FURCHE vom 19. 2. 2015.

 

Biografische Anknüpfung

Fast 2 Jahre habe ich insgesamt in den USA verbracht. Es ist das einzige Land außer Österreich, das ich nicht nur durch Reisen, sondern v.a. durch Mitleben von innen her kennen lernen durfte.

Als Austauschschüler lernte ich 1981/82 in North Carolina ein völlig anderes Amerika kennen als mir durch Film und Medien vermittelt worden war. Das ländliche Amerika des bible-belt, die Präsenz evangelikaler Kirchen oder die Selbsteinschätzung in einer sich zunehmend globalisierenden Welt waren faszinierend und abstoßend zugleich. Eine gewisse Ambivalenz der Gefühle erfüllt mich bis heute, wenn ich die Pluralität, die Innovationsfreudigkeit, die unbeschwerte Kommunikation oder den Geschäftssinn der Amerikaner erlebe. Mittlerweile vertieften sich meine Erfahrungen durch viele Reisen in ca. drei Viertel aller Bundesstaaten.

Die katholische Kirche wirkt in den USA seit Jahrhunderten in einer demokratischen, wettbewerbsorientierten und pluralen Gesellschaft. Sie hat enorme Erfahrungen mit der Tatsache, sich ohne Monopolanspruch, aber mit gesundem Selbstbewusstsein in den spirituellen „Supermarkt“ und gesellschaftspolitischen Diskurs einer Supermacht einzubringen. Berühmt sind z.B. der Widerstand auch höchster Würdenträger gegen die massive Aufrüstung der Reagan-Ära, eine einseitige neoliberale Wirtschaftspolitik oder einen menschenverachtenden Umgang mit Migranten, Gefangenen oder anderen „Randgruppen“. Weniger bekannt ist ihre multikulturelle Vorreiterrolle. In North-Carolina war damals die katholische Pfarre die einzige, die nicht nach Rassen und Nationen getrennt eine einzige Gemeinschaft bildete. Immer schon brachten Zuwanderer von Polen bis Irland und von Lateinamerika bis Asien frischen Wind in die Kirche, seit langem verstehen es viele kirchlich Engagierte, die Balance zwischen Tiefe und Breite, Aktion und Kontemplation, Hierarchie und Gemeinschaft kreativ zu gestalten.

Der Missbrauchsskandal, der Deutschland und Österreich 2010 massiv erschütterte, brach in den USA in den 90er Jahren auf. Bis 2003 wurden ca. 10.000 Fälle aufgearbeitet. Ganze Diözesen gingen bankrott und rigorose procedures etabliert, um Opfer zu schützen und Täter verfolgen zu können. Kritisiert wird allerdings, dass bis heute keine Bischöfe abgesetzt wurden und die systemischen Ursachen von Missbrauch zu wenig aufgearbeitet werden.

Die apostolische Visitation des Dachverbands der US-amerikanischen Frauenorden LCWR („Leadership Conference of Women Religious“) sorgte in den letzten Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Der erste Bericht im Dezember 2014 fiel überraschend positiv aus und würdigte die großen Verdienste der Frauenorden, besonders im Kampf für die Armen und Entrechteten. Der Abschlussbericht 2015 bestätigte diese Einschätzung. Die LCWR repräsentiert 80 Prozent der 57.000 katholischen Nonnen in den USA und tritt für eine lebensnahe und offene Kirche ein. Bei persönlichen Gesprächen mit der Leitung beeindruckte die Art, wie die Schwestern mit ungerechtfertigten Vorwürfen und teils entwürdigenden Vorgangsweisen umgegangen sind – ganz in der Tradition eines Mahatma Ghandi und Martin Luther Kings.

 

Kontakt

Schicken Sie mir bitte eine E-Mail an kontakt@pastoralinnovation.at .

Mobil: 0043-650/6036599
SKYPE: Georg Plank PASTORALINNOVATION

Büroadresse:
aktuell: Casalgasse 21/1 - A-8041 Graz
(vorher: Liebenauer Tangente 6)